Der Alltag als Petfluencer – Interview mit Grinzoo

9. Mai 2018 0 Von Alina
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Zeitvertreib oder Leidenschaft?

Immer wieder werden uns Fragen zu unseren Anfängen gestellt. Von der Idee eines eigenen Accounts für meinen Hund bis heute sind viele Tage vergangen.

Was sich verändert hat und wie wir so groß geworden sind könnt ihr in dem neuen Interview mit Grinzoo hier nachlesen.

30 April 2018 | Tierisch gemischt

grinzoo Userin Alina erzählt, wie ihr Alltag als Petfluencer aussieht

Petfluencer sind tierische Meinungsmacher innerhalb einer Tiercommunity. Im Blog „In 4 Schritten Petfluencer werden“ haben wir dir bereits zusammengefasst, auf was du achten solltest. Nun haben wir Alina aus Heidelberg interviewt, die mit ihrem Beagle Rocky sehr erfolgreich auf den verschiedensten Social Media Plattformen unterwegs ist.

grinzoo: Liebe Alina, du bist mit Rocky sehr erfolgreich auf Instagram (Stand Anfang April 18: 33,3k Abonnenten) und nun auch auf grinzoo – my social pet app mit dabei. Was hat dich ursprünglich veranlasst, dass Rocky ein Social Media Profil bekam?

Alina: Vor zwei Jahren habe ich von meinen Freunden nur noch gehört, dass ich nicht ständig Fotos von meinem Hund posten soll, auch wenn er sehr süß ist. Ich habe anfangs überlegt, ob es Sinn macht und das Leben mit meinem Hund überhaupt jemanden interessiert. Schließlich habe ich einfach ein Profil erstellt. Anfangs waren es um die 30 Likes für die Bilder, ohne dass ich etwas tun musste. Einfach Bild hochladen und schon kamen die ersten Abonnenten. Manchen Follower habe ich zurück gefolgt und deren Bilder geliked. Grinzoo haben wir erst kürzlich entdeckt und freuen uns sehr über diese Idee. So etwas hätte es schon früher geben sollen!

grinzoo: Das klingt nach einem traumhaften Start. Wie bist du zu der großen Follower-Zahl gekommen?

Alina: Die ersten tausend Abonnenten gingen eigentlich ziemlich einfach. Ich habe täglich etwas gepostet und 1 Stunde am Tag damit verbracht andere Bilder zu kommentieren und zu liken. Damals war mein Profil noch auf Englisch und ich habe nur eine kurze Bildüberschrift verwendet. Allerdings alles noch ziemlich planlos. So hatte ich eigentlich nur Follower aus den USA oder Brasilien, da auch dort sehr viele Instagram Profile für Haustiere existieren. Es war für mich aber eher die Idee eines öffentlichen Hundebilderbuches. Dass man damit ein Petlfuencer werden kann, wurde mir erst viel später bewusst. Letzten Mai kam dann der Wandel, wo ich alles analysiert habe und versuchte, um die Seite zu optimieren. Die Sprache wechselte daraufhin zu Deutsch, die Bilderqualität wurde deutlich besser, die Texte ausführlicher und mein Zeitaufwand größer. Trotzdem habe ich den Wechsel nicht bereut: Die Kommunikation ist wesentlich reibungsloser und es finden Diskussionen statt. Dadurch habe ich habe viele tolle Hundebesitzer kennen gelernt. Durch den neuen Instagram Algorithmus ist es nun leider viel schwerer schnell zu wachsen.

grinzoo: Das klingt sehr zeitaufwändig! Wie viel Zeit wendest du für deinen Social Media Auftritt auf? Ist es „nur“ ein Hobby oder mehr?

Alina: Ich arbeite Vollzeit und versuche in meiner Freizeit jede freie Minute für die Umsetzung und Planung des Inhalts auf meinen Social-Media-Kanälen zu verwenden.

Dazu gehört, dass ich meinen Kalender immer im Auge habe. Fixe Posting Termine müssen vorbereitet werden und pünktlich erscheinen. 1 bis 2 Mal pro Woche machen wir freie Shootings und Produktshootings. Blogposts nehmen auch gute 5 bis 6 Stunden in Anspruch. Es steckt sehr viel Zeit und Aufwand hinter einem Post – das vergessen viele oft. Von nichts kommt eben nichts. Generell erscheinen Instagram Posts einmal täglich und Blogposts wöchentlich. Kurze Stories mache ich mehrere am Tag.

Ich bin also nebenberuflich Petfluencer. Das bedeutet, dass ich einen Gewerbeschein habe, eine Steuererklärung mache und jede Zusammenarbeit mit einer Firma protokollieren muss. Also auch, wenn wir etwas kostenlos zugeschickt bekommen. Dann muss der Warenwert festgehalten und versteuert werden. Ich bin sehr wählerisch was Kooperationen angeht. Die Marke und das Produkt müssen zu uns passen. Idealerweise bietet eine Zusammenarbeit meinen Followern einen Mehrwert – es muss also etwas sein, das wirklich interessiert und spannend ist.

Leben kann ich leider noch nicht davon, aber ich bin auch noch nicht in der Liga der 100k+. Ich bin zwar schon zwei Jahre lang dabei aber ich sehe mich noch lange nicht ganz oben. Es gibt einige andere Petfluencer aus Deutschland, denen ich gerne folge und schaue wie die anderen es machen. Aber soweit ich weiß, können auch die großen Petfluencer mit über 90k nicht wirklich davon leben.

Wichtig ist mir, dass uns die Arbeit Spaß macht. Ich bin wirklich dankbar, dass wir die Möglichkeit haben, das ein oder andere Produkt auszuprobieren und unsere Erfahrung mit den Followern teilen können. Wir möchten unsere ehrliche Meinung zu jedem Produkt geben können, also auch negative Sachen. Das dankbare Feedback unserer Hundecommunity zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

grinzoo: Welchen Tierstars folgst du selbst? Und was sagst du zu jenen, die ihre Tiere in menschenähnlichen Szenen darstellen und Kleidung anziehen?

Alina: Ich folge gerne anderen Beagle Profilen oder größeren Seiten. Es gibt immer Potential nach oben und ich kann noch eine Menge dazu lernen. Ich bin kein Freund von unsinniger Kleidung. Regenmantel oder Pulli sind ok. Ebenso auch Halstücher oder Fliegen. Zweckmäßig eben, einen stinkenden nassen Hund will ich nicht unbedingt heimbringen. Ich halte nichts davon den Hund in ein rosa Tütü zu zwengen- aber jedem seine Entscheidung. Manchmal, muss ich ehrlich zugeben, wird Rocky auch in einen Hoodie oder Halloween Kostüm gesteckt. Er ist wirklich kein Freund davon und darf sich meist innerhalb von wenigen Minuten wieder davon entledigen. Auch bei Shootings schaue ich immer ob Rocky mitmachen will. Es gab auch schon Tage, da sind wir mit der ganzen Ausrüstung los und Rocky hatte keine Lust. Das passiert eben. Es ist ein Hund und kein Ding, das funktionieren muss. Es soll uns schließlich beiden Spaß machen und ein nein ist völlig ok.

grinzoo: Schön, dass es euch so viel Freude bereitet. Hast du Tipps für angehende Petfluencer?

Alina: Der Instagram Algorithmus lässt mich etwas verzweifeln. Seit November merke ich es ganz deutlich. Der Mehraufwand für eine gleichbleibende Reichweite ist enorm. Wer heute anfängt hat aber alle Chancen, die ich damals auch hatte. Klar gibt es inzwischen viel mehr Haustier Profile, was aber nicht schlecht sein muss. Im Gegenteil! Ich glaube es war nie einfacher so viele Gleichgesinnte unter bestimmten Hashtags zu finden. Grinzoo ist auf jeden Fall eine coole App, die wir auch nutzen, um uns mit anderen Haustierbesitzern zu vernetzen. Und mit dem Geo-Tagging findet man auch schnell Hundefreunde in seiner Nähe.

grinzoo: Das freut uns, dass dir grinzoo – my social pet app gut gefällt. Wie bist du auf uns aufmerksam geworden? Und was wünschst du dir für die Zukunft mit Rocky?

Alina: Ich habe nach Petfluencer gegoogelt und dann einen Zeitungsartikel über grinzoo gefunden. Die Idee einer App nur für Haustiere fand ich direkt super und habe uns gleich angemeldet. Ich freue mich über alle Herzchen und Diamanten, die wir für unsere Story erhalten. Ich find es auch cool auf grinzoo bereits bekannte Hundefreunde von Instagram zu treffen.

Ich möchte in Zukunft meinen Blog noch weiter ausbauen und mit weiteren Kategorien füllen. Außerdem soll noch ein weiteres Objektiv angeschafft werden und die Fotoausrüstung an sich aufgestockt werden. Denn die Fotografie macht mir viel Spaß!

Rocky wird übrigens dieses Jahr 6 Jahre alt und ich bin immer noch auf der Suche nach einem paarungswilligen Beagle Weibchen. Jemand Interesse?

grinzoo: Liebe Alina, wir danken dir für das interessante Gespräch und wünschen dir und Rocky alles Gute für die Zukunft! Wer mehr über die grinzoo-Userin Alina erfahren möchte, kann ihren Hundeblog unter https://mypetfluencer.com besuchen, oder Alina in der grinzoo-App abonnieren. Jetzt grinzoo – my social pet app kostenlos im Google Play oder im App Store downloaden!