Wie wir ein deutscher Petfluencer wurden – mein Haustier ist auf Instagram berühmt

Wie wir ein deutscher Petfluencer wurden – mein Haustier ist auf Instagram berühmt

2. Januar 2018 3 Von Alina

Willkommen in der verrückten social media Welt!

Hallo von Rocky und mir. Vor ein paar Jahren startete ich mit einem einfachen Post und inzwischen sind wir deutsche Petfluencer. Wie mein Haustier auf Instagram berühmt wurde erzähle ich euch jetzt…

Wir sind umgeben von Bloggern, Influencern und ja, sogar Petfluencern. Aber was genau soll das sein? Nun ein Petfluencer ist ein tierischer Influencer. Doch wann genau ist man einer? Woran lässt sich sowas messen? Oft werde ich gefragt, wie wir es geschafft haben eine so große Abonnentenzahl auf Instagram zu erreichen. Ohja, das werden wir eigentlich täglich gefragt. Nun zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich das erste Jahr überhaupt keinen Plan hatte. Manchmal ist es mir selbst ein Rätsel wie wir so „groß“ auf Rockys Instagram Account geworden sind. Aber ich möchte euch in diesem Blogbeitrag versuchen zu erklären, wie wir es soweit gebracht haben 🙂

Follower

Aus meiner Sicht sind Petfluencer, Tiere mit einer gewissen Reichweite in einem social media Bereich. Sei es nun Facebook, Instagram, Youtube oder Pinterest (und und und). Die Reichweite wird durch die Anzahl der Follower definiert. Man unterscheidet hier nochmal zwischen Micro Influencern mit 0,1k-1k Followern und den größeren Influencern, welche mit über 100k eine große Anhängerschaft haben. Aber diese gewisse Reichweite ist natürlich nicht der einzige Anhaltspunkt für einen Influencer. Wichtig das Verhältnis zwischen Followeranzahl, Likes und Kommentaren. Nichts ist unglaubwürdiger als ein Instagram Profil mit Tausenden von Follower und wenig Likes und Kommentaren. Wobei auch die mit vielen Likes und wenig Kommentaren genauso schlimm sind. Dieses Verhältnis von Followern, Likes und Kommentaren nennt man auch Engagement Rate und diese Prozentzahl sollte mindestens 3-4% betragen. Wer sich mal an den großen oder an seinem Lieblingsaccount messen will empfehle ich Influencerdb. Hier man man ganz easy ausrechnen wie es um einen selbst steht und wieviel ein Post in einer bezahlten Kooperation wert wäre. Aber dazu später mehr.

Frequenz

Worauf man als zukünftiger Influencer achten sollte ist in jedem Fall, dass die Frequenz und der Zeitpunkt der Beiträge passt und gleichbleibt. Das ist allerdings stark abhängig von. In der schnelllebigen social media Welt wäre ein Beitrag schlichtweg zu wenig um sich eine Followerschaft aufzubauen. Mehr als fünf sollten aber auch nicht sein, da die Anhänger schnell mal zu viel haben könnten und das ganze als Spam abtun. Im Schnitt macht man mit 1 bis 3 Post nichts falsch. Jeweils im fünf Stunden Abstand. Am besten postet man diese immer im gleichen Zeitfeld. Daran gewöhnen sich deine Follower und freuen sich schon im Voraus, wenn es wieder mal Zeit ist für einen neuen Beitrag von dir. In Deutschland sind gegen 16 Uhr die meisten Instagramer aktiv. Ich habe direkt schon am Anfang täglich Bilder von Rocky hochgeladen und ab und an Bilder geliked. Heute kann ich sagen, dass ich über den Tag verteilt locker 1 Stunde am liken und kommentieren bin. Von nichts kommt nichts. Nur wer auf sich aufmerksam macht fällt auf.

Sprache

Zu Beginn habe ich meine Post fernab von jeglichen Content hochgeladen. Anfangs dachte ich noch es sei doch gut die Sprache auf Englisch zu wählen, da doch viel mehr Englisch sprechen als Deutsch. Die Follower kommen dann praktisch aus der ganzen Welt und erreichen würde ich somit doch mehr? Aber will ich das eigentlich überhaupt? Nach über einem Jahr auf Instagram änderte ich die Sprache auf Deutsch. Macht doch Sinn? Wir kommen aus Deutschland und wollen doch die deutschen Hundemamas und Papas ansprechen. Die Kooperationspartner kommen von hier und die Community ist aus Deutschland. Also warum dann auf Englisch schreiben? Sagen wir mal wir sind deutsche Petfluencer, wenn wir deutsch schreiben.

Bildqualität

Wenn ich an meine Anfänge denke, dann war die Bildqualität nicht so der Hit. Eigentlich eher schlecht als recht. Bildqualität war Handybilderniveau… nachts im Schummerlicht, völlig verpixelt mit einem unordentlichen Hintergrund. Sowas war ab jetzt nicht mehr drin. Die Bilder wurden ab jetzt bearbeitet und auf Hochglanz gebracht. Es gibt bei Instagram viele Filter der beste davon ist aber keiner 😀 Bearbeite deine Bilder besser über den Button Funktionen. Dort kannst du die Helligkeit, den Kontrast, die Schärfe sowie den Bildausschnitt anpassen und optimieren. Du kannst sogar Unschärfe reinbearbeiten und vieles mehr. Egal wie du dich entscheidest, achte darauf, dass du deine Bilder immer im gleichen Stil machst. Nicht tut den Augen mehr weh als ein Insta Account mit Tausend verschiedenen Filtern. Einheitlich und stimmig ist das Zauberwort. Wenn du deinen persönlichen Stil entwickelst erkennen deine Anhänger auch, dass es deine Bilder sind. Finger weg von Schnappschüssen. Keiner will einen Account sehen, der nur halbherzig dabei ist. Die Krönung war für mich die Anschaffung meine langersehnten Spiegelreflex Kamera Canon EOS 7 D Mark II mit dem 50 mm Objektiv 

Hashtags

Aber damit war es noch nicht getan bei mir. Die Hashtags mussten natürlich noch bearbeitet werden. Und zwar so lange bis ich zufrieden war. Denn diese sind essentiell auf Instagram. Möglich sind bis zu 30 Hashtags pro Bild. Vor allem am Anfang sollte man auch die ganze Anzahl nutzen. Idealerweise sollten die Hashtags auch direkt zum Post hinzugefügt werden und nicht erst später, denn die Bilder erscheinen chronologisch. Alte Bilder können daher nicht  wieder nach oben rutschen, wenn diese durch Hashtags ergänzt werden. Aber nicht nur die Anzahl der Hashtags hilft auf ein Bild aufmerksam zu machen, sondern natürlich auch wie oft diese Verwendet werden. Daher sollte man möglichst von sehr häufig benutzen Hashtags absehen. Ebenso auch eigene Hashtags. Diese kennt keiner und keiner sucht danach. Somit wird es schwer sein zukünftiger Follower auf dein Profil zu locken.

Wer noch beliebte Hunde Hashtags sucht darf sie sich hier gerne raus kopieren:

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Kooperationen

Nochmal zurück zum Thema Kooperationen. Das scheint wohl für die meisten Instagramer das Ziel schlechthin zu sein. Immer wieder wurde ich gefragt, warum ich keine Kooperationen habe. Naja die Antwort darauf war leicht. Wer sich nicht drum kümmert schaut aus der Röhre. Und so richtig zugetraut habe ich dem Account eine Kooperation auch nicht wirklich. Ich brauchte einen Plan und habe angefangen alles zu analysieren und direkt umzustellen? Und zwar all das was ich bereits oben beschrieben habe. Das hat eine menge Zeit, Nerven und Mühe gekostet aber es hat auch verdammt viel Spaß gemacht. Ich habe angefangen Unternehmen anzuschreiben. Ganz viele. Bis irgendjemand dabei war. Und so hat es angefangen. Inzwischen hatten wir schon die ein oder andere wirklich coole Kooperation auf die ich wirklich stolz bin, aber ich wähle schon genau aus. Nicht jede Kooperation ist eine gute. Manchmal ist es da besser darauf zu verzichten, denn die Arbeit die man als Blogger hat ist mehr als man sich vorstellen kann. Vor allem, wenn man etwas zu perfektionistisch veranlagt ist.

Ob wir nun eine Petfluencer Fellnase Zuhause haben oder nicht ist mir egal, so oder so ich hab sie lieb!

 

Das war unser Weg, dass muss natürlich nicht bedeuten, dass wir hier das Erfolgsrezept haben, aber wenn euch der ein oder andere Tipp was gebracht hat freut es mich!

Lass uns deine Meinung in den Kommentaren da! Wir freuen uns drauf!

<3 Alina