1. zweite Chance für ein Hundeleben

1. zweite Chance für ein Hundeleben

29. Januar 2018 1 Von Alina

Wie alles began

Wie manche von euch vielleicht schon wissen, ist Rocky nicht als Welpe in unsere Familie gekommen. Nachdem 2010 unser Dobermann Spike mit gerade mal 8 Jahren verstarb taten wir uns alle schwer mit der Idee erneut einen Hund in unser Leben zu lassen. Wir haben sehr lange getrauert und ihn schrecklich vermisst. Sogar nach drei Jahren hatte ich immer noch einen richtigen Kloss im Hals, wenn ich an Spike denken musste. Aber so traurig wir auch alle waren, so konnten wir uns nicht mit dem Gedanken anfreunden keinen Hund mehr bei uns zu haben. Also finden wir langsam an uns umzuschauen. Die Idee war, dass wir uns wieder einen Welpen aus einer Zucht holen. Spiky war so ein goldiger Welpe. Einfach zum knutschen. Doch ob wir es wirklich konnten war die andere Sache.

 

Wir machten uns verrückt, dass uns ein Dobermann wieder zu sehr an Spike erinnern würde. Ein Weimaraner stand auch mal zur Debatte aber irgendwie konnten wir uns doch nicht ganz damit anfreunden.

Durch Zufall ein Beagle

Meine Mutter sah beim spazieren gehen immer mal wieder einen Beagle. Baya hieß die kleine Maus. Und dann war die Entscheidung ganz schnell getroffen. Es sollte ein Beagle werden. Charakterlich ein super Match. Verspielt, freundlich und verfressen. Passt perfekt! Wir begaben uns auf die Suche. Züchterseiten wurden im Internet auf und ab gescrollt. Namen wurden überlegt und die Farbe. Ein Tricolor Beagle sollte es sein. Wie eine kleine süße Kuh. Aber irgendwie war das Glück einfach nicht auf unserer Seite. Es war wie verhext aber es gab einfach keine Welpen zu diesem Zeitraum. Ziemlich frustrierend. Nach zwei Monaten wurde die Suche immer weniger. Ich war mitten im Studium und versuchte online in den Kleinanzeigen ein paar Möbelstücke an den Mann zu bringen. Und da kam mir auf einmal die Idee. Was wäre, wenn ich mal oben im Suchfeld „Beagle“ eingebe? Fünf Sekunden später drückte ich auf Suchen und sah die ersten Ergebnisse. Wow! Doch ein paar Welpen in der Nähe zu haben. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Gerade mal 130 Kilometer von uns gab es gerade einen Wurf. Die Anzeige war schön und liebevoll geschrieben und die Fotos überzeugten. Also schnell mal einen Termin ausgemacht und allesamt hingefahren. Ich war soooo aufgeregt die kleinen nun endlich sehen zu dürfen. Aber es kam alles ganz anderes. Wir hörten schon in der Tiefgarage ein Hundegewinsel und keiner machte uns die Tür auf. Sofort schrillten meine Alarmglocken. Illegaler Welpenhandel! Wie konnte ich nur so dumm sein und darauf reinfallen. In meinem Kopf sind tausend Gedanken rumgeschwirrt und ich konnte kaum noch klar denken. Die Tür öffnete sich und mein Vater ging rein. Ich sollte im Auto warten, weil ich mich einfach nicht mehr beruhigen konnte. Wenige Minuten später kam er auch schon direkt wieder raus! Ich quetschte ihn sofort aus und mein Verdacht wurde bestätigt. Er erzählte mir, dass die kleinen Welpen verstört waren. Gar nicht aufgeweckt und munter. Der Halter sagte die kleinen hätten gerade noch geschlafen und seien deshalb so ruhig. Doch wir hörten ja schon vorab das Gewinsel in der Garage. Die kleinen Bäuche waren hart und einer von den Welpen saß einfach nur auf der Stelle. Als Welpe! Sowas ist nicht normal! In meinem Bauch war so eine Wut. Ich wollte sofort die Polizei rufen aber was sollte die schon machen. Zuerst meldete ich das inserst, dann suchte ich noch während der Fahrt nach einem Tierschutzverein und kam auf eine Frau. Leider weiß ich den Namen von ihr nicht mehr, aber sie war 2012/2013 öfter mal im TV, immer im Zusammenhang mit illegalen Welpenhandel. Ich schrieb ihr alles fein säuberlich auf und hoffte auf eine Antwort. Bis heute kam keine. 

Zweiter Versuch

Vier Wochen lang ließen wir die Suche bleiben. Vielleicht sollte es einfach nicht so sein. Es wurde Neujahr und wie jedes Jahr mistete ich mal wieder aus. Es kam einiges zusammen und ich fing an die einzelnen Sachen zu fotografieren und in die Kleinanzeigen hochzuladen. Meine alte Suche war aber immer noch gespeichert und neue Inserate mit meiner Suche wurden mir angezeigt. Eigentlich wollte ich die Suche sofort löschen und aus meinem Fehler lernen, aber dann sah ich es … „fünf Monate alter Beagle abzugeben“. Ich las das Inserat bestimmt 20 mal durch bis ich es meiner Mutter zeigte. Wir waren alle extrem skeptisch. Wieso sollte dieser kleine Mann abgegeben werden? Die Nachrichten Odyssee began. Jetzt wollte ich es aber wissen. Zwei Wochen lang schrieben wir hin und her. Die Halterin schickte mir Bilder und glaubhafte Nachrichten. Also machten wir einen Termin aus. Diesmal war die Fahrt nicht so lang. Wir brauchten von Heidelberg nach Karlsruhe 40 Minuten. Den ganzen Weg über dachte ich an unsere erste Fahrt und die schlimme Erfahrung mit den armen Welpen. Aber ich hatte Hoffnung. Hoffnung an eine ehrliche Familie, die auf Grund der Geburt eines Kindes einfach heillos überfordert ist. Wir parkten vor dem Haus und klingelten an der Haustür. Sofort machte man uns auf und wir gingen rein. Nach einem kurzen Gespräch sah ich ihn. ROCKY! So hieß er schon bereits und schien zumindest manchmal auf den Namen zu hören. Wir gingen gemeinsam in den Garten und standen gemeinsam im Schnee. Rocky war so ein lieber. Er fing an im Garten hin und her zu rennen und kam immer freundlich auf uns zu. Die Halterin hat uns bereits in den E-Mails viele Details geschildert und wir glaubten ihr. Nach einer Stunde stand es fest! Wir adoptieren Rocky mit einem halben Jahr und lassen uns drauf ein. Für eine Schutzgebühr von 450 Euro bekamen wir einen kleinen Hundemann mit einem Reisekorb, einem Spielzeug und seinem Impfausweis…

 

 

 

Die wohl beste Investition meines Lebens!

Doch als Rocky bei uns ankam began eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. Hierzu werde ich euch in Kürze einen weiteren Blogpost verfassen.